Versicherungsrundschau
Heft 2019 06
Das Internet und die Smartphones eröffnen eine neue Ära in der Medizin. Weltweit ist die Konsultation des Arztes über Video im Vormarsch: Electronic Health oder kürzer E-Health, Arzt-Patienten-Gespräche über das Smartphone oder über einen Laptop oder einen Computer. Die Betreiber betonen, dass der zeitraubende Weg in die Arztpraxis entfällt und auch die Wartezeiten vermieden werden. Der Vorteil ergibt sich vor allem in ländlichen Gebieten, wo große Strecken zu medizinischen Einrichtungen überwunden werden müssen. In 80 Prozent der Fälle könnte die Beratung schon bei einem Gespräch abgeschlossen werden, nur in 20 Prozent müssten die Patienten an niedergelassene Ärzte, Labors oder Krankenhäuser verwiesen werden. In Österreich gehört der Video-Termin beim Arzt noch nicht zum Alltag. Die Experten sind überzeugt, dass sich die Neuerung durchsetzen wird, viele positive Seiten hat, aber auch eine Reihe von Problemen aufwirft und nicht immer und überall eingesetzt werden kann.
Die Vorarlberger Landesversicherung konzentriert sich im Lebensbereich auf den Abschluss von lebenslangen Renten. Seit Mai wird auch eine Pflegeversicherung angeboten. Das Angebot ist somit auf eine umfassende Altersvorsorge abgestimmt. Um das Bewusstsein für diese Themen zu stärken, wird auch die Öffentlichkeitsarbeit betont. In diesem Sinne fand im Mai eine Publikumsveranstaltung unter dem Titel „Pflege und Pension – Wege aus der Altersarmut“ in Bregenz statt.
Heft 2019 05
In den nächsten Wochen und Monaten werden entscheidende Elemente des 2011 gestarteten „Spitalskonzept 2030“ umgesetzt. Von Juni bis Herbst 2019 wird in Etappen das Spital Nord in Betrieb genommen. Außerdem erfolgt die Konzentration der öffentlichen Fondsspitäler auf sechs Schwerpunkthäuser, die gemeinsam mit dem weiter als Universalspital agierenden AKH die Versorgung Wiens sicherstellen werden.
Interview mit Vorstandsdirektor KommR Robert Sturn Die Rente wird auf Basis der Sterbetafel beim Abschluss berechnet Die Lebensversicherung wird derzeit vielfach als schwierige Sparte ge­-sehen. Bei der Vorarlberger Versicherung fallen hingegen attraktive Wachstumsraten auf. Der Anteil der Lebensversicherung am Gesamtgeschäft beträgt jetzt etwa 25 Prozent. Wir erzielen ein deutliches Wachstum und unsere Steigerungsraten liegen bereits seit drei, vier Jahren deutlich über der Entwicklung des Marktes.
In der Klimadiskussion lassen sich zwei unterschiedliche Bewegungen beobachten. Auf der einen Seite wird ein Katastrophenszenario gezeichnet, das in erster Linie die möglichen Gefahren betont. Allerdings werden in diesem Bereich nur wenige Lösungsansätze präsentiert. Zum ­anderen ist die Versicherungswirtschaft mit einer deutlich veränderten Schadensentwicklung konfrontiert, die die Notwendigkeit, aber auch die Möglichkeit besserer Schutzmaßnahmen gegen Naturkatastrophen in den Vordergrund rückt. Um hier konkrete Erfolge erzielen zu können, müssen die tatsächlichen Entwicklungen sachlich festgehalten werden. Dies ist angesichts der erschütternden Meldungen über aktuelle Katastrophen in den Medien oft schwierig. Als hilfreich erweist sich da die Arbeit des Instituts „Our World in Data“, das im Rahmen der Universität von Oxford tätig ist und weltweite Informationen auswertet.
Heft 2019 04
Essen ist entscheidend für die Gesundheit. Diese Feststellung klingt nach einer banalen Selbstverständlichkeit. Ebenso selbstverständlich wäre die Wahl von Nahrungsmitteln, die für die Gesundheit die gewünschten, positiven Auswirkungen haben. Allerdings wirkt die Aufforderung, man möge doch das Richtige essen, kaum. Im Gefolge des Verkehrs von zu viel Zucker, zu viel Fett und zu wenig Bewegung sind über 30 Prozent der Menschen übergewichtig. Das Über- gewicht fördert alle Krankheiten, insbesondere Diabetes und Herzprobleme, aber auch, wie die Wissenschaft immer klarer erkennt, Depressionen. Nun ist nicht anzunehmen, dass die Menschen absichtlich ihrer Gesundheit schaden und die falschen Nahrungsmittel wählen. Einige Fragen sind offensichtlich schwer zu beantworten. Was ist die richtige Ernährung? Wissen die meisten nicht, was sie essen sollen? Sind die Lebensbedingungen so gestaltet, dass der Weg zur gesunden Ernährung verbaut ist?
Interview mit Mag. Kurt Svoboda, Präsident des Verbandes der Versicherungs-unternehmen Österreichs VVO, Vorstandsvorsitzender von UNIQA Österreich und CFO/CRO der UNIQA Group. Die Jungen haben zu geringe Kenntnisse über die Notwendigkeit der Vorsorge Wie sehen Sie Ihre Rolle als Präsident des Verbandes der Versicherungen neben der Position als Generaldirektor der UNIQA Österreich? Es geht mir persönlich um eine erfolgreiche Zukunft der gesamten österreichischen Versicherungswirtschaft, der großen wie der kleineren Unternehmen. Der VVO ist ganz bewusst als Gremium aller und nicht als Vertretung einzelner Gesellschaften konzipiert. Das ist eine Gemeinschaft, die ihre Interessen koordiniert gegenüber den diversen Stakeholdern vorbringt und vertritt. Wir wenden uns aber nicht nur an die Politik und die anderen Organisationen, es gilt auch, die Versicherungswirtschaft in den verschiedenen Altersgruppen der Bevölkerung zu positionieren.
Heft 2019 03
Interview mit Mag. Herbert Schnötzinger, Geschäftsführer des ­PRIKRAF – Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds Das Budget des PRIKRAF wurde aufgestockt Den aktuellen Berichten ist zu entnehmen, dass der PRIKRAF eine zusätzliche Dotation bekommt. Im Rahmen des Sozialversicherungs-Organisationsgesetzes erfolgt für 2019 eine Aufstockung um 14,7 Mio. Euro. Mit der Gründung des PRIKRAF im Jahr 2002 wurden jene Mittel übertragen, die die Sozialversicherung für die Finanzierung der Privatkrankenanstalten zur Verfügung stellte ...
Interview mit Mag. Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung und Sprecher der Lebensversicherung im Präsidium des Verbandes der Versicherungsunternehmen VVO. Die Lebensversicherung besteht aus zwei Halbzeiten, entscheidend ist die zweite Halbzeit Wie sehen Sie die Zukunft der Lebensversicherung? Die private Personenversicherung funktioniert immer komplementär zu den öffentlichen Systemen, das gilt in der Lebensversicherung, in der Krankenversicherung und auch für den Pflegebereich ...
Heft 2019 01-02
Von der Öffentlichkeit kaum beachtet sind die Vorarbeiten für die Fusion der neun Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse bereits angelaufen. Auch der ­Zusammenschluss der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft und der Sozialversicherungsanstalt der Bauern zu einer Kasse der Selbstständigen nimmt Konturen an. Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau kommt zur Beamtenversicherung. Das gesamte System der Sozialversicherung wird sich am 1. Jänner 2020 in neuer Form ­präsentieren. Ausgenommen von den grundlegenden Änderungen sind die Pensionsversicherungsanstalt und die Allgemeine Unfallversicherung. Bereits am 1. April 2019 beginnt die ­Übergangsphase. Noch nicht genau abzusehen sind die Konsequenzen für die Sozialversicherung selbst wie für die Versicherten und die Partner aus anderen Bereichen ...
Im Gespräch mit der Generaldirektorin von Insurance Europe, Michaela Koller, und den Experten des VVO, Susanne Hofer und Christian Eltner Wir stehen vor EU-Parlamentswahlen, eine neue Kommission beginnt in wenigen Monaten ihre Arbeit, wie entwickeln sich die letzten Wochen der bisherigen Periode? Koller: Im Moment sind wir in einer Phase, in der das alte Mandat ausklingt, und das ist im Allgemeinen die Phase der schlechten Kompromisse. Es kommt häufig nur noch darauf an, die Dinge abzuschließen, und da leidet oft die Qualität der Entscheidungen. Abschluss hat Vorrang vor Inhalt. ...
Heft 2018 10
Der österreichische Gesundheitsbericht 2017 weist aus: 41 Prozent der erwachsenen ­Bevölkerung sind übergewichtig oder sogar adipös. Die Ernährungsgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen zeigen, dass auch die heranwachsenden Generationen auf dem Weg in die Fettleibigkeit sind. Fast ein Drittel der Teenager in den Schulen sind übergewichtig, ergänzt die Österreichische Adipositas Gesellschaft. Zahlreiche Publikationen, auch in Massenmedien, zeigen auf, dass Übergewicht die Lebensqualität beeinträchtigt und zudem Auslöser zahlreicher, schwerer Krankheiten ist. Auch Maßnahmen zur Korrektur sind breit verbreitet. Und dennoch heißt es in dem Bericht des Gesundheitsministeriums: „Ein Vergleich der Ergebnisse der drei letzten Ernährungsberichte zeigt nur geringe Veränderungen hinsichtlich der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei den österreichischen Erwachsenen.“ ...
... Eine Reform der Prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge und einen höheren Rahmen für eine einfache betriebliche Altersvorsorge Interview mit den Vorsitzenden der Sektion Lebensversicherung im VVO: Vorstandsdirektor DI Manfred Rapf, Wiener Städtische Versicherung AG VIG; Vorstandsvorsitzender Mag. Josef Adelmann, ERGO Versicherung Aktiengesellschaft und Vorstandsdirektor Dr. Peter Eichler, Uniqa Österreich Versicherungen AG ...
Heft 2018 09
In der aktuellen Ernährung sind viele Elemente enthalten, die der Gesundheit nur bedingt nützen. Die Probleme sind bei vielen Menschen schon in jungen Jahren zu beobachten, generell ist aber festzuhalten, dass die Mängel in der Lebensmittelversorgung insbesondere das „gesund altern“ erschweren. Diese von der Wissenschaft aufgezeigten Umstände kontrastieren mit dem reichen Angebot, das den Konsumenten im Lebensmitteleinzelhandel präsentiert wird. In vieler Hinsicht täuscht die Vielfalt, die Entwicklung geht tatsächlich in die Richtung einer ­Vereinheitlichung der Ernährung, die auch gesundheitliche Probleme auslöst. Im Rahmen einer Studie, die vom früheren Gesundheits- und jetzigen Sozialministerium in ­Auftrag gegeben wurde, hat eine Expertengruppe unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Emmerich Berghofer unter Berücksichtigung einer umfangreichen Literatur die drängenden Herausforderungen aufgezeigt. Unter Verwendung dieser Arbeit und unter Berücksichtigung neuester Entwicklungen sei hier betont: Im Lebensmittelbereich besteht Reformbedarf ...
Interview mit Generaldirektor Dr. Ralph Müller, Vorstandsvorsitzender der Donau Versicherung AG. Welche Schwerpunkte setzt die Donau Versicherung in den kommenden Jahren? Wir haben im Vorstand im letzten Jahr viel Zeit investiert um zu überlegen, was ist für die nächsten drei, fünf, sieben Jahre für die DONAU wichtig, wie wollen wir uns positionieren. Und wir haben entschieden, für die DONAU wollen wir drei wesentliche Punkte herausarbeiten, die dem Unternehmen ein klares, eindeutiges Profil geben ...
Heft 2018 07
Interview mit Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe ...
Ein Kommentar zum Pensionsantrittsalter in Europa In der Politik, vor allem im Hinblick auf die jeweils nächste Wahl, stellt eine Frage alles andere in den Schatten: Wie werden die Pensionisten entscheiden? Das ist nicht verwunderlich: Fast jeder zweite Wähler in der EU ist entweder bereits Pensionist oder geht in absehbarer Zeit in Pension. So wird das Thema Pensionsreform in Wahlkämpfen häufig nur am Rande erwähnt. Dabei wäre schon alleine eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters eine Entlastung für Staat und Wirtschaft. Wenn in der EU und insbesondere im Euroraum nur jeder zweite im Alter zwischen 60 und 67 Jahren im Arbeitsprozess bleiben, wären Staat und Wirtschaft enorm entlastet. Pensionen wären leichter zu finanzieren und die Betriebe könnten mehr investieren und wiederum mehr Arbeitsplätze schaffen. Ein größerer, flexibler Arbeitsmarkt ist wiederum die Voraussetzung, dass auch Ältere länger arbeiten können. Die Entlastung der Aktiven trägt dazu bei, dass die Einzahlungen in die als Ergänzung der gesetzlichen Pensionen notwendige, private, kapitalgedeckte Altersvorsorge steigen und somit höhere Zusatzrenten finanziert werden können, die wiederum zur Aufbringung des für eine lebendige Wirtschaft ­erforderlichen Kapitals beitragen. ...
Interview mit Dr. Andreas Brandstetter, CEO der Uniqa Insurance Group AG und Präsident von Insurance Europe, KR Mag. Dr. Othmar Ederer, Vorstandsvorsitzender der GRAWE-Vermögensverwaltung und Präsident des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs VVO und KR Prof. Elisabeth Stadler, CEO der Vienna Insurance Group AG ...